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Mittwoch, Oktober 18, 2006

Pierre Frei - Berlin


... ganz lustig, eigentlich habe ich mir das Buch auf English ursprünglich bei Hugendubel in der Wilmersdorfer gekauft, um Fotos auf die Schnelle schadfrei zu transportieren... Gut, der Text auf dem Cover hörte sich nicht schlecht an...

Meine Rechtfertigung, warum ich Englische Bücher lese ist oftmals, neben der Auffrischung meiner Sprachkenntnisse, dass ich Bücher nicht unbedingt ins Deutsche übersetzt lesen möchte, damit ich nicht statt Donut plötzlich Gebäck lesen muss... wird diesmal ins Gegenteil verkehrt.. da das Original nämlich auf Deutsch geschrieben wurde...
Der eigentliche Titel ist wohl auch Onkel-Toms-Hütte BERLIN.
Und tatsächlich... ich hatte vor dieser Erkenntnis das Gefühl, das zu Lesende holpere ab und an.
Die Story selbst spielt in Berlin Zehlendorf im Deutschland direkt nach dem zweiten Weltkrieg. Es ist eine Kriminalgeschichte, Frauen werden auf brutale Weise ermordet aufgefunden...
Und obwohl ich das Buch erst angefangen habe... mich gerade auf den Seiten 64-65 herumtreibe... bin ich schon mitten drin im Erzählstrang... ich habe gar das Gefühl schon fast am Ende des Buches zu sein... so etwa an jenem Punkt, an dem man ungern aufhört, zu lesen.
Besonders schön ist für mich als Zehlendorfer selbstverständlich, dass man die Handlungsorte gut kennt...

... ich bin sehr gespannt, wie das Buch verläuft... und werde dann wohl noch eine abschließende Kurtrezension schreiben.
************
So, das Buch ist beendet. Und ich muss sagen, die 12,40 die ich dafür bezahlt habe, haben sich gelohnt. Das Buch gibt einen schönen Überblick über die geschichtlichen Geschehnisse vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg und zwar aus der Sicht von den ermordeten Frauen, die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten angehörten.
Die Schauspielerin, die Frau aus dem Armenviertel, die Adlige, die Bürgerliche...
Äußerst interessant an diesem 'Kriminalroman' ist, dass die Morde an den Frauen durch die Verbrechen in der Nazizeit und auch durch die Verbrechen der alliierten Siegertruppen - tja, wie soll ich es ausdrücken - relativiert passt nicht wirklich...
Ich probiere es mal so: Der Kriminalfall an sich macht nur, wenn überhaupt, ca. ein Viertel des 425 Seiten starken Buches aus und löst den Fall recht unprätenziös auf. Der Rest befasst sich mit dem Bild der Frau in den 30er und 40er Jahren.
Durchaus ein gelungenes Werk... und zwischendurch schmerzte es mich, dass ich es nicht an einem Stück durchlesen konnte...
Schönet Ding.

Dienstag, Oktober 17, 2006

Science of sleep

...abgefahren, verwirrend, schwindelerregend...
Gestern kurz im Kino der Kulturbrauerei vorbeigeschaut, seines Zeichens ein Cinestarkino.
Auch eine Premiere für mich. Ist ein recht hübsches Kino. Der Saal Nummer Sieben bestach durch eine von mir bisher selten erlebte Beinfreiheit...
Der Film Science of sleep ist ja eine französische Produktion... Ein eigentlich in Mexiko ansässiger Exil-Franzose kehrt nach dem Tod seines Vater zurück zu seiner in Paris lebenden Mutter. Er quartiert sich in der Wohnung seiner Kindheit ein und lernt seine Nachbarin kennen...
Sein kleines Problemchen sind seine ausartenden Träume. Träume, die sich irgendwann nicht mehr von der Realität trennen... ein Tagträumer... Nur ist dies alles dermassen grotesk irgendwann, dass der Handlungsstrang sich bald nicht mehr ausmachen lässt... Es scheint also, als ginge es im Film neben der bunten, Träumerei aus Klorollen und Bonbonpapier auch um eine unerwiderte Liebe...
Was das im Endeffekt dann aber alles soll... und da bin ich einfach mal ehrlich... ist an mir vorbei gegangen... Keine Peilung...
Das einzige, was zurückblieb war ein leichter Schwindel und die Erkenntnis, dass mein Französisch wirklich grottig ist.

Tierpark Berlin

Mensch, das hatte ich ja schon fast wieder vergessen zu erzählen.
Vor zwei/drei Wochen war ich ja mitsamt Exfreundin, Freundin und Patenkind zum ersten Mal im
Tierpark Berlin
Und ich muss sagen, der hat mich positiv überrascht.
So als Westberliner ist man ja eigentlich alle Nase lang mal im Berliner Zoo... Ich kenne sogar etliche, die eine Zoo-Dauerkarte besitzen und noch allenaselanger da hingehen.
Der Tierpark war mir immer zu weit weg, so dass ich keinen Gedanken darauf verschwendet habe, mal vorbeizuschauen.

Es ist wirklich schön dort... Es gibt mehrere Eingänge... ich nahm jenen beim Schloß Friedrichsfelde, das durch einen schönen Schloßgarten mit freilaufenden Pelikanen (!) gesäumt ist.
Der Tierpark ist sehr weitläufig... mit Kleinkindern unterwegs, sollte man zumindest einen Buggy oder die vor Ort ausleihbaren Karren in Betracht ziehen, damit zum Geschrei der Affen nicht auch noch das der Kinder hinzukommt.
Elefanten, Giraffen, Affen, allerlei Vögel, Gnus, Zebras, Seekühe usw. können in ihren großzügigen Freilaufgehegen bestaunt werden.
Die Eintrittspreise sind zwar gesalzen, wenn man allerdings einen kompletten Tag zur Besichtigung und zum Picknick einplant, dann relativiert sich das ganze wieder ein wenig... mit Zoo-Dauerkarte kommt man auch etwas günstiger rein.
Ein hübsches Zusatzerlebnis war; auch den Deutschen Radfahrprofi Jens Voigt hat es an diesem Wochenende dorthin verschlagen... Meine Begleitungen konnten das zwar nicht ausreichend würdigen... weil mir dummerweise sein Name gerade nicht einfiehl, aber hey, was soll's, sie hatten dafür noch mehr Spaß an den Tieren.
Tierpark Berlin? Kann man mal machen...

Dienstag, Oktober 03, 2006

Dan Brown

... der Author, dem Fraun vertraun...

Nee, nee...
Also ich habe ja von meiner Schwester gehört, dass sie gehört hat, dass die Bücher
Da Vinci Code, Digital Fortress, Deception Point und Angels and Demons total langweilig seien.

Finde ich gar nicht.

Gut, man kann ab einem bestimmten Punkt mitten in den Büchern meist schon sagen, wer da wie verstrickt ist... Aber das ist doch auch mal was für's Ego... ne?
Sowas wie Kreuzworträtseln und Sudoku-Lösen...
was, das man mal schnell machen kann, und sich danach irgendwie schlau fühlt, obwohl ja eigentlich nicht viel dazu gehört...

Dan Brown im Original wird gerade aus den Buchläden geramscht... Jetzt zugreifen und lesen!!! Naja, oder: Weihnachten steht quasi vor der Tür... billiger geht's kaum noch... Vier Bände 14 Euro? Kann man mal machen, finde ich.

Donnerstag, September 28, 2006

Das Parfum - die Verfilmung

Ich gehöre zugegebener Maßen nicht zu den Leuten, die das Buch von Süskind gelesen haben. Deswegen kann ich auch keinen Kommentar dazu geben, ob die Verfilmung das Buch ausreichend würdigt.
Ist aber vielleicht nicht so wild.
Der Film hat wohl etwas Überlänge, die man aber zu keinem Zeitpunkt bemerkt. Der Erzählstrang geht munter voran, ohne sich maßlos und unnötig intensiv mit Interpretationen aufzuhalten. Die Gewaltverbrechen in dieser Geschichte werden nicht en Detail gezeigt, was den Film sehbarer macht. Dennoch, Kinogänger, die schon beim bloßen Anblick von Insekten Ekelanfälle bekommen, den dürften so manche Bilder nicht gefallen. Maden, fauler Fisch und Co werden gerne gezeigt... Mittelalter eben.
Ich finde den Film recht schön gemacht. Fast glaubt man, die feine Nase des Protagonisten selbst zu besitzen, denn schon die zahlreichen optischen Eindrücke erinnern einen an Gerüche, die man zwar kennt, aber nicht zu seinem aktiven Erinnerungsvermächtnis zählen würde... Fand ich sehr interessant.
Ein Film, den man sich auf jeden Fall ansehen kann - auch mehrmals.

Freitag, August 11, 2006

Living colour special edition

Hab ich es Euch gesagt?
Ja ich hab es Euch gesagt.
Living colour waren gestern in Berlin, um einen Auftritt im kleinen Kreis hinzulegen, klein heißt hier ein Gig im SageClub U-Bhf Heinrich-Heine-Str. Das Konzert begann vor ca. 150 Leuten.
Leider war Orginalsänger Corey Glover (voc) verhindert, hab gehört er hätte vertragliche Pflichten am Broadway zu erfüllen. Stattdessen sang, hm, wie hiess er noch? Keine Ahnung... war aber gar nicht sooo schlecht... hier und da definitiv Ablaufschwierigkeiten und nicht dieselbe Ausstrahlung wie Herr Glover.
Aber dennoch, es hat gerockt und zwar mächtig.
Vernon Reid (Git), Wil Calhoun (dr) und Doug Wimbish (b) machten das genau wie früher. Bin in der glücklichen Lage, sagen zu können, die schonmal in der Wuhlheide gesehen zu haben, bevor sie sich 1995 erstmal für eine Weile von einander getrennt haben. Ja, ich war das, der die schonmal gesehen hat, ich, yippieh...
Mir fehlen Mal wieder die Worte. Deswegen verspreche ich Euch, demnächst (also nächste Woche) ein paar Fotos nachzureichen. Wer nicht so lange warten möchte, der schaut sich bitte die
Sage-Club-Galerie vom 10.08.06 an (weiss aber nicht wie deren Galerien aufgebaut sind, kann auch sein, dass der Link dann ab morgen auf eine aktuellere Veranstaltung verweist... in jenem Fall bitte nach dem gestrigen Datum suchen)...

Aber eins werde ich nicht vergessen... wie nah und ungezwungen ich meinen Heroen und damaligen musikalischen Vorbildern gekommen bin. Aus einer Unachtsamkeit heraus hatte ich sogar Körperkontakt mit Wil Calhoum, dem schlagzeugmäßig baddest motherfucker on earth, um es mal im Slang von Miles Davis zu sagen... und es war okay. Kein Bodyguard, keine Berührungsängste. Pretty nice.

War dit schön. War dit schön...
Und: Auch das Sage ist immer wieder nett... donnerstags ist bis 22:00 Uhr freier Eintritt zur Afterwork-Rock-Party... Merken, hingehen und feiern. Los.

Montag, August 07, 2006

Fluch der K(aribik)inobesuche

Been there, seen that.
Strange, komisch, irgendwie merkwürdig - ich gehe ins Kino, sehe Filme, die ich unbedingt sehen möchte und komme aus dem Kino, mit dem Gefühl, etwas verloren zu haben, nämlich die Begeisterung, die ich vorher noch verspürte.
Es kann doch nicht sein, dass man 7-8 Euro pro Lichtspielhaus locker macht (ohne Getränke oder Snacks) und ausschließlich mittelmäßige Sch... zu sehen bekommt.
Gut, von Fluch der Karibik II hätte man vielleicht nicht besonders viel mehr erwarten dürfen, als ein wenig Äktschn, ein bisserl Witz und naja, nennen wir es mal Spannung.
Zum Teil war es auch so, allerding nur zu einem kleinen Teil. Der Rest waren ekelige Monster-Untot-Piraten und sich bemerkbar machendes müdes Sitzfleisch, von durchschaubarem Forshadowing begünstigt.
Und das Unter-Hängetitten-Uncoolste ist ja wohl, dass es zwingend einen dritten Teil vom Karibikscheiss gibt, der den zweiten Teil dann auflösen soll, ggghngääähn, höhiha, dit wird bestimmt ganz toll, hust.
Ich hasse die Filmindustrie.
Nee, okee, Hass wäre zu stark ausgedrückt, ich finde deren Produkte zur Zeit wenig befriedigend.
Ja, so kann ich das stehenlassen.

Freitag, Juli 28, 2006

Stolz und Langeweile in Charlottenburg

Bonjour'chen KollegINNen,
noch so ein Review meinerseits.
War ich doch letzten Montag im Freilichtkino im Hof des Schlosses Charlottenburg, um meiner Freundin den Gefallen zu tun, mit ihr den 140 min Langweiler Film "Stolz und Vorurteil" zu sehen und zwar unterm Sternenhimmel für einen Eintritt von 7-8 Euro auf Liegestühlen.

http://www.openaircharlottenburg.de/

Zum Veranstaltungsort ist zu sagen:
Ein gediegenes Ambiente... jaja...
Am Eingang holt man sich seinen Liegestuhl ab. Nach einigen Versuchen gelingt es meistens auch, diesen fachgerecht aufzubauen. Mal schnell auf's Klo gehen war am Montag nicht drin. Das Schloß selbst bleibt für den Besucher geschlossen. Man muss zum Pieseln oder Häufiemachen Händewaschen in den ca. 200 Meter entfernten Biergarten gehen. Getränke und Speisen dürfen mitgenommen werden. Picknickdecken wären auf dem Kopfsteinpflaster zu ungemütlich.
Kleiner Tipp:
Vor den Liegestuhlreihen sind zwei Sofas aufgebaut. Hierauf dürfen Gewinner einer Preisausschreibung von "Das Vierte" - einem Sponsor der Veranstaltung - Platz nehmen. Die Gewinner bekommen zusätzlich Freigetränke und Knabbereien. Und nun der Tipp: Wenn nun die Gewinner nicht auftauchen, werden die Plätze an ein Pärchen aus dem Publikum vergeben. Weil das Mikrophon des Ansagers mit seinem Kabel nicht sehr lang ist (das Kabel des Mikros, nicht des Ansagers, mannmann), lohnt es sich, direkt am Mittelgang hinter dem Sofa zu sitzen, um seine Chancen, auf dem Sofa sitzen zu dürfen, zu erhöhen.

Mir so geschehen. Ja, hihi, da warenseplötzlich alle janz neidisch. Das Sofa selbst ist eigentlich nicht besonders bequem, um darauf zu sitzen. Mit einigen Anläufen haben wir es dann aber doch geschafft, uns liegend zu bequemen.

Der Film.
nee, nochmal muss nich sein.
Story in Optimallänge:
Familie mit fünf Töchtern. Mutter will die Töchter gut situiert unterbringen. Die Protagonistin findet einen angereisten Grafen erstmal nicht so toll, und weigert sich, eine Vernunftshochzeit einzugehen. Der Graf seinerseits findet die Familie zu ordinär für sich und seine Bekannten. Irgendwann im Laufe des Filmes verknallt ER sich und holt sich einen Korb ab. Am Ende des Filmes verliebt SIE sich und heiratet ihn. Eine ihrer Schwestern geht an den Vermieter, eine andere an einen Militär und ihre Lieblingsschwester findet ihre grosse Liebe in dem Freund des Grafen.
Lustiger Spruch des Vaters am Ende: "Steht noch jemand vor der Tür, um eine unserer Töchter zu ehelichen? Ich bin gerade so in Schwung".
hahaha.
Zack, dit wars.

Aber gut, mein männliches Wahrnehmungsvermögen konzentrierte sich wahrscheinlich mehr auf die Knabbereien und Freigetränke.
Oder anders ausgedrückt: Frauen nehmen da wohl noch etwas war, das diesen Film dann doch zu einer aus ihrer Sicht gelungenen Veranstaltung avancieren läßt. Was das dann aber sein soll wird für mich für immer ein Rätsel bleiben.

Resümee: War schon ein netter Abend... ins Schloss würde ich auch noch mal gehen.

Montag, Juli 24, 2006

Capote im Freilichtkino Dahlem

Mein Geburtstag... ist vorbei... und das ist gut so. Nee, war aber nett. Und Danke für die Glückwünsche...
Freitag wurde es ja nochmal ein wenig hektisch... weil ich noch meinen ersten Beutezug starten musste, um samstags nicht vollends abgehetzt verbringen zu müssen, es aber abends noch um 21:30 ins Freilichtkino Dahlem zu schaffen, das von der YORK-Gruppe in den Dahlemer Museen veranstaltet wird (Lansstr. 8 eigentlich direkt hinter dem allseits beliebten Biergarten Luise am U-Bahnhof Dahlem Dorf.)
Was soll ich sagen. Ach ja, wie es da so ist, soll ich sagen. Hier erstmal das
Programm...
Wir haben, glaube ich 6-7 Euro bezahlt. Das Kino befindet sich auf dem Hof des Museums für Ostasiatisch Kunst, wenn ich das richtig mitbekommen habe...
Man muss irgendwie erstmal runter zur Cafeteria und dann raus.
Es ist verglichen mit anderen Freiluftlichtspielen eher klein.
Es empfiehlt sich, extrem früh vor Ort zu sein, um sich die erste Reihe mit Deckchairs zu reservieren. Jeder der dies nicht so zeitig hinbekommt sitzt auf verhältnismässig ungemütlichen Klappstühlen oder war so schlau, sich seine eigene Sitzgelegenheit mitzubringen.
Platz für Picknickdecken ist nicht wirklich vorhanden.
Ein Positivum: die Belegschaft ist unprofessionell nett, dh. sie sind wirklich nett und müssen nicht so tun, weil es der Cinema-Manager das so will... so wie man es von der Yorck-Gruppe eben gewöhnt ist.
Getränke kann man vor Ort kaufen, zu resonablen Preisen.

Der Film
... in den ich eigentlich seit der Vorschau nicht reingehen wollte, weil mich die verstellte Stimme des Hauptdarstellers sehr gegruselt hat, war okee.
Ich meine, man hätte ihn nicht sehen müssen.
Finde es aber nicht schlimm, dass ich ihn gesehen habe.
Capote, der Schriftsteller und Journalist (?... Schau halt selbst mal nach...) schreibt ein Buch über ein reales Verbrechen (aka: Tatsachenroman), das auch der ein oder andere von Euch gelesen haben dürfte... Der Film zeigt im Grunde, wie Capote Zugang zu den Angeklagten im vorliegenden Kleinstadt-Raubmordfall an einer Familie bekam und wie er persönliche Verbindungen zu ihnen eingeht.
Mehr kann und ich will ich nicht sagen, sonst wißt Ihr schon alles und braucht den Film nicht mehr zu sehen.
Längen gab es im eigentlichen Sinne nicht, man sitzt aber auch nicht die ganze Zeit gespannt auf seinem Klappstuhl, so dass der Gang zur Toilette keine unverzeihliche Aktion ist oder auch die Auffüllung der Trinkreserven.
Dennoch, der Film wirkt nach. Das muss ich schon sagen, ganz leise und mit hoher Stimme.

Dienstag, Juni 27, 2006

watt ist das mit diesem Upskirt

Ich muss es zugeben, ja ich schaue auch gerne hin, wenn mir etwas schönes freiwillig oder zufällig gezeigt wird. An manchen Tagen habe ich mir gar einen Rüffel geholt, als ich in weiblicher Begleitung spaziergängerisch unterwegs war und meine Augen kaum von den vielen sommerlich freizügigen Passantinnen nehmen konnte. Sie würde es ja fast verstehen, allerdings sei das nicht sehr nett ihr gegenüber.
Ich bin nicht gerne uncharmant... auf der anderen Seite fange ich nicht an, Töne von mir zu geben, so wie es doch so einige Damen tun, wenn mal ein gut trainiertes und gepflegtes männliches Exemplar ihren Weg kreuzt [ohmm, aha, olala und dergleichen].
Und wenn es dann so richtig heiß in der Stadt wird. die Leute sich in Wassernähe aufhalten, und die Damen anfangen, vermehrt Röcke zu tragen... dann passiert etwas merkwürdiges.
Frauen setzen sich mit Absicht oder zufällig so hin, dass man ihre Höschen sehen kann. Und man als Mann, es sei denn, man zwingt sich, es nicht zu tun, oder interessiert sich partout nicht für das weibliche Geschlecht, versucht tiefe Einblicke zu erlangen. Und das witzige ist, es bringt einem ansich ja gar nichts. Es ist ja nicht ein hübsches Dekoltee, ein Teil des Hinterns der aus der Hose lugt, nein es ist ein wie-auch-immer-farbener Stoff. und ein wenig Beinfreiheit. Mich erinnert das an die Phase, die wohl jedes Kind durchläuft... ich bin als Bub unterm Tisch herumgekrabbelt und habe den ganzen Tanten unter die Röcke geschaut... auch mal offensiver, bis ich von meinen Eltern davon abgehalten wurde und mir der Autoschlüssel weggenommen wurde... nee, nee, war wohl zwischen 4 und 5 Jahre alt... Komm hör auf zu lachen, gib es zu, Du hast es auch gemacht und du bist ein Mädchen, na eben.
Tja, irgendwie scheint sich das nun im Alter fortzusetzen. Vielleicht ist man ja auch unbewusst auf der Suche nach den Damen, die das gewisse Mass an Stoff vermissen lassen. Ich kenne doch ein bis zwei Frauen, die das gerne mal machen, ohne dass ich das bezeugen könnte, so gut kenne ich sie dann doch nicht...
Jetzt aber zu fragen, warum das mit dem Upskirt so ist... warum es doch eine solche Faszination ausüben kann... ist wahrscheinlich müßig... Wenn jedoch jemand eine Antwort hierauf hätte, dann bitte mal als Erklärung vorschlagen.
Hab auf flickr sogar ein paar ansprechende Beispiele gefunden... [keine heimlichen Aufnahmen, sondern Selbst-'Portraits'... von
Nina.F]

Dienstag, Juni 06, 2006

Lovely Lovelies

*English-mode* (I switch it on, evertime it's too profound to write in German)
Cheers. Yes, I am happy to say, I am one part of a life partnership and it really took me a long while to achieve it. I have been single for many years, nourishing my inner lovelight only by short sexual encounters, that were not worthy to be pursued. So there was no time for such emotions as insecurity or missing self-confidence - it just did not matter... cause I did not meet them often afterwards.
In a fresh love however there is enough room and time for it. And therefore it is up to every involved part to clear misunderstandings and to cheer up the partner, if he / she is in doubt. This is most important when it comes to sexual attractivenes and suchlike.
And I really have to praise my girlfriend for this.
I mean, I know that I am equipped allright, I guess... well at least good/upper centerfield... but be honest, most of the guys seem to wonder if their instruments are huge enough to fulfill their women's requirements. And now this is what my girlfriend does, to keep me cheerful:
When I walk around the flat on my way to the bathroom, with my little morning-stiffy, she goes "Hey, heeey." as if she is really admiring the outstanding bodypart from the bottom of her heart. Of course, she knows that I know, that there are far bigger thingies and probably better looking ones and she has had one or two (0r more) of them... thus she tells me, that mine has just the right proportion... she tells me, if it was just a bit bigger, then it would be probably be hurting her. I know she lies, but I really appreciate it, and i know it does not cause her a great effort.
Next thing. I am (a bit) overweight... I have no six-pack and by-far not a sexy ass. Nevertheless she keeps telling me names like Knackarsch (german word for sexy ass).
I love it. And I have to tell her sometimes, not now though, cause if I did, she would be calling me that way just because she knows I like it... never mind... but I'm getting complicated.
I really appreciate those little lovely lovelies making small things bigger and big things smaller. Yes, keep me strong, baby... you do a great job. Thank you.

Mittwoch, Mai 24, 2006

ssörtie-uann, twänti-uann

AKA: 3121 von Prince.
Gestern bin ich in einem echten CD-Laden gewesen, bewaffnet mit 50 Euros, mit denen ich gerade nichts anderes vor hatte und habe sie einfach so mal ausgegeben. Schönes Gefühl, erinnert mich an die Zeit, in der ich noch zuhause bei den (also meinen) Eltern gelebt und bei einem Ferienjob auf dem Bau mehr Geld gemacht habe, als ich zu der Zeit gebraucht hätte.

Naja, und die neue Scheibe von Prince stand schon seit deren Ankündigung auf meinem Wunschzettel. Aus meinen Erfahrungen mit dem neuen Album von Stevie Wonder bin ich diesmal klug geworden und habe mir nicht viel versprochen. Hat aber nicht geholfen. Leider.
Bei den ersten Songs dachte ich: Vielversprechend, so ähnlich nur mit anderer Instrumentierung hätte ich mir die Wonder-Scheibe gewünscht.
... Aber auch Prince kann nicht vollständig aus seiner Haut... so zitiert er seinen Milleniumshit 1999 gleich in mehreren neuen Songs. Die meisten Samples klingen sehr nach Eighties. Sehr interessant allerdings ist es, den mehrstimmigen Gesangssätzen zu lauschen, da extreme Tonverläufe in den Vordergrund rücken, die sonst als Viert- oder Fünft-Stimme kaum wahrnehmbar wären.
Prince's Zahlenkombination hört sich sehr nach Jam-Session in ein Studioalbum gequetscht an... mmh, demnach ist ein richtiger HIT ist auch nicht auf der Scheibe zu finden.

Gut, ist zugegebenermaßen mein erster Eindruck. Hab den Silberling auch erst 1,5 Mal gehört.

Vielleicht sollte ich mir angewöhnen, die CDs im Laden zu previewen und erst dann zu kaufen... Ich befürchte nur... dann werde ich mir gar keine CDs mehr zulegen.

Dienstag, Mai 16, 2006

The secret life of words.


Gestern war? Genau Blue-Monday in den Berliner Yorck-Kinos... also günstiger ins Kino... aber ich wiederhole mich.
Ja und Ihr wisst es ja auch schon, ich bin einer dieser OmU-Fuzzis... schaue mir also gerne Filme im Englischen Orginal mit deutschen Untertiteln an.

Diesmal habe ich mir "
The secret life of words" zu Gemüte geführt.
Einhundertzwölf Minuten, die man aber ganz gut übersteht. Dass diese Länge nicht wirklich spürbar wird, liegt an den mitunter schönen Bildern und dem voranschreitenden Verhältnis der Hauptdarsteller.
Die Handlung ist sehr einfach. So einfach sogar, dass ich nicht viel erzählen möchte, falls mehr inhaltliche Angaben gewünscht werden, dann einfach dem Link oben folgen. Der Film lebt von seinen Monologen und den Schicksalen der Protagonisten. Es ist kein lauter, lustiger Film, meine Begleitung hatte gar während der meisten Zeit Tränen in den Augen.
Tja, wer einen ruhigen Film mit letztendlich wirklich tragischem Inhalt sehen möchte... sollte ihn sich anschauen.

YORCK-Gruppe
Nu juut, weil ich so oft hingehe und deren Angebot wirklich häufig nutze, noch ein bisschen *Jingle* Werbung...
http://www.yorck.de/
das sind die kleinen Kinos in Berlin, abseits von Mulitplex und Größenwahn, die Orte für speziell Interessierte... (Gegendarstellung: Mulitplex ist auch super und viel moderner).

Ab sofort haben sie eine Aktion "Siehe sechs Filme und gehe das siebente Mal umsonst ins Kino"... kannte ich bisher nur bei Coffee-to-go und Fast-food-Ketten. Eine nette Idee, die sich für mich lohnen wird. Am Donnerstag (?schau lieber selbst nochmal nach?) läuft im Odeon der "Da Vinci Code" an. ... definitiv mein zweiter Stempel auf der Karte...

Dienstag, Mai 02, 2006

Vollidiot



... die eigentliche Rezension kommt ein wenig später... muss gleich nach haus ;=) Hab mich entschieden, keine Rezension zu schreiben... lest das Buch einfach mal an. Es liest sich schnell durch und beschreibt die kleinen egoistischen Umstände eines männlichen Singles Ende Zwanzig.


... Auf meiner Ausgabe klebte ein STicker: "Bestseller to go"
... und ich glaube, dieses Büchlein könnte tatsächlich zu einem Bestseller avancieren... wenn es noch keiner ist.
... Grad Zeit zum Lesen - insbesonders, wenn Du männlich bist und Single?... Dann zack, zack zum Bücherdiscounter um die Ecke und die läppischen 7,95 ausgeben... Besonders die erste Hälfte lohnt.

Dienstag, März 21, 2006

Montagskino


Montag ist bei mir mal wieder Kinotag gewesen... und ich habe mich diesmal in Brokeback mountain begeben.

Heath Ledger und Jake Gyllenhaal spielen die beiden Cowboys über die die halbe Welt redet... Du noch nicht? Na dann hier eine kurze Übersicht über die Story.

Zwei Cowboys suchen für eine Saison einen Job bei einem Schaffarmer... Sie sollen die Schafherde auf den Brokeback treiben und dort hüten... im Schichtdienst. Einer soll immer bei der Herde sein, der andere kann sich im etwas abgelegeneren Lager ausruhen... Sie treffen sich zum Essen im Lager...
So - soweit so gut. Irgendwann besaufen sie sich und es passiert...sie übernachten beide im abgelegenen Lager im selben Zelt und jetzt kommt die Schlüsselszene: sie haben Sex miteinander. Kein Problem, wird man sich hierzulande denken, oder zumindest in weiten Teilen...Problematisch scheint halt nur die Tatsache, dass sie abseits des Brokeback ein normales Hetero-Leben führen... in das sie dann bald zurückkehren...
Heath zu seiner Verlobten, die er heiratet, Jake zu seinem Dasein als Rodeo-Reiter wo er seine zukünftige Frau kennenlernt.
Jahre später lassen die beiden Ihre Beziehung heimlich wieder aufleben... und fahren mehrmals im Jahr zurück zum Brokeback um sich ihrer Liebe hinzugeben... den Rest könnt Ihr Euch selbst anschauen.

Den Film wollte ich mal wieder im Original sehen... Jedem, der die Englische Sprache nebst Akzenten nicht gerade mit Löffeln gefressen hat, sei davon abgeraten. Gerade Heath Ledger hat einen schlimmen Akzent und macht zudem nicht den Mund auf (beim Reden). Ich habe nüschte verstanden... Richtig übel.
Der Akzent hat mich stark an Brad Pit in Snatch erinnert (bei Snatch konnte ich tatsächlich nur die NewYorker (?) Ghetto-Boys verstehen... Schlimm.)
Also ich war diesmal richtig froh, dass es Untertitel gab.

Dennoch hat der Film mich positiv überrascht. ... eine Rezension auf RadioEins (?) beruhigte mich schon im Vorfeld, dass der Film nicht zwingend die gleichgeschlechtliche Liebe propagieren möchte, sondern eine unerfüllte Liebe voller Sehnsüchte dargestellt...

Und was soll ich sagen? Dies ist m.E. hervorragend gelungen. Auch die eigentlichen Sexszenen sind rar gehalten... Obwohl ich schon sehr fasziniert vom pferdemäßigen Schnaufen von Heath war... Ich überlege mir grad, ob ich mir diese Wilder-Hengst-Geräusche auch aneigne... Eine Bekannte, die mit mir im Kino war meinte zwar, dass sie das voll abtörnen würde... aber ich hoffe, es gibt mehrere Meinungen zu diesem Thema...

Schön ist ebenso die Kameraführung und die leicht unverständliche kleinen Momente im Film, die dazu auffordern nach dem Abspann noch mal drüber zu reden. Letzteres ist mir schon lang nicht mehr passiert.

Also aus meiner Sicht ein gelungener Film... Und, liebe Hetero-Jungs... man kann reingehen, ohne seine Sexualität in Frage gestellt zu sehen...


http://www.brokebackmountain.com/


Freitag, März 17, 2006

Dit Schloss





Badabing, badabong... da isset nu... lang hamse gebaut... und schon fast habe ich verdrängt, dass dort ein neues Einkaufsforum hinkommt...
Zugegeben, ich habe nicht viel erwartet... denn Berlin hat nun wahrlich genug Arkaden usw...
Ich wollte aber unbedingt die Schnäppchen, die geilen Preise, die heissen Hostessen und lustige Veranstaltungen vorfinden... wenn das Schloss in Steglitz aufmacht. Hmmm... irgendwie war alles anders, als ich es mir vorgestellt habe...
Angefangen mit Anson's - die sich sehr in Steglitz verkleinert haben... Anson's im Schloß wirkt auf mich wie H&M für Anfangdreissigjährige, denen es egal ist, ob sie nun in rosa, orange oder Apfelgrün rumlaufen... iiih, schüttel...

Wirkliche Sonderangebote gab es auch nicht... oder nur sehr versteckt... wenn man etwas teures gekauft hat... Selbst die O2-Werberinnen waren knauserig mit ihrem blauen O2-Fruchtgummi O-twos.
Aber wie man unschwer oben sehen kann... vom Stil her ist das Schloss mal was ganz anderes...
... es hat wirklich etwas von Erlebnisshopping. Die Innenausstattung des Schlosses hebt sich von denen anderer Malls ab - von kalten Steinbänken hin zum gemütlichen Ledersitzmöbel, von kühlen Glas-Geländern zu Messing/Rauchglas... Ein wahrer Hingucker, der sich leider wegen der Lichtverhältnisse nicht sofort erschliesst, ist die durchgehend animierte Decke des Shopping-Tempels. So schwammen über einem die ganze Zeit Killerwale, Tigerhaie und Makrelen, oder so... Ich frage mich, ob das vielleicht eine augenzwinkernde Anspielung der Schloss-Manager auf das Publikum ist, das sich brav durch die mitunter schmalen Gänge schob... auf der Jagd nach den günstigen Angeboten.

Naja... war schon ganz nett... auch wenn ich meine Kaufmissionen nicht erfüllen konnte, bin ich immerhin mit einem superleckeren Schwarzbrot, ungesalzender Butter und Serranoschinken nach hause gezogen... Danke (Butter)Lindner... Seit dem Bild der Orangen-Sahne-Torte bei gaga (liehe Links rechts)... hatte ich mir so vorgenommen, da mal hinzugehen.

Also, liebeR LeserIN, wenn Du Dich nach Berlin verirrst und ganz speziell nach Steglitz und es ist Wochentag und Dein Portemonnaie wohl gefüllt ist... einfach mal auf nen Sprung ins Schloss...

Es gelten übrigens in den nächsten Tagen (wohl auch sonntags) Sonderöffnungszeiten... bis 24 Uhr... also genügend Gelegenheit sich das mal anzuschauen - auch für Spätentschlossene...

Montag, Februar 27, 2006

Berliner Cafés: Das Schraders

Der Wedding, zur Zeit von vielen noch als Wohnbezirk gemieden.
Aber ich habe gehört, dass der Wedding das neue Prenzlberg werden soll.
Klar, die Mieten sind günstig und Studenten haben kein Geld und Prenzlberg ist mittlerweile zu teuer.
Der Wedding... viele schöne Läden, in denen man sich sonntags auf nen Latte Macchiato hinsetzen kann, sind mir bisher nicht bekannt.
Freudig überrascht war ich jedoch auf einer Wohnungsbesichtigungstour mit einer Freundin, dass das
Schraders (Amsterdamer/Ecke Malplaquetstr.) nicht nur abends hervorragende Cocktails zu bezahlbaren Preise bietet. Ein weiteres Angebot stellt das Schraders-Programm dar.. So kann jeden sonntag zwischen 10:00 und 16:00 Uhr für 8,50 EUR gebruncht werden. ...daran konnte ich diesmal leider nicht teilnehmen, weil ich noch zum Essen am frühen Abend eingeladen war... aber die anwesenden Sonntags-Gourmets sahen sehr zufrieden aus.
... und das lag garantiert nicht nur an der höchstcharmanten Bedienung und der gemütlichen, z.T. be-sofa-ten Einrichtung. Ich hatte einen Milchkaffee mit fett Milchschaum drauf und einen MAO (Maracuja, Apfel, Orange) . Meine Begleitung hatte sich den Apfeltee bestellt. Alles sehr lecker und zu guten Preisen. (Ich glaub wir sind um die 6,20 da rausgegangen).
Also, wer sich in den Wedding verirren sollte, grad mal bei Schraders vorbei schauen... Ich finde, das lohnt.

Donnerstag, Februar 16, 2006

MATCH POINT

Der Herr Allen lockt die Leute mit seinen Irrungen und Wirrungen menschlicher Liebesbeziehungen in die Lichtspielhäuser... und kurz bevor der Film für immer von der großen Leinwand verschwindet, habe ich mich entschlossen, eine Kollegin unter den Arm zu klemmen und sie in die Hackeschen Höfe für 8,- Euro pro Person zu zerren.

... Hm, ich bin ehrlich, hätte ich nicht eine solche nette Begleitung gehabt und zusätzlich noch alte Bekannte getroffen, hätte ich soviele Klorollen aus den Kinoklos geklaut, dass sich der Eintrittspreis wieder amortisiert.
Ja gut, so richtig schlecht fand ich den Film nun nicht.
*Aufpassen, wenn Ihr die Story nicht hören wollt, dann jetzt weglesen*
Es geht im Grunde um die Frage, wie zufällig das Leben doch ist. Als Intro und als Verbindung zum Filmtitel dient das Gleichnis mit einem Tennisball, der auf der Netzkante aufkommt... bei dem nicht klar ist, ob er auf der eigenen Seite oder auf der gegnerischen Seite aufkommt.
Ein Tennislehrer, gespielt von Jonathan Rhys Meyers, lernt in London einen Millionärssohn als seinen Tennisschüler kennen, der ihm seine Schwester vorstellt, die er bald heiratet, zeitgleich beginnt er eine Affäre mit der von Scarlett Johansson dargestellten Verlobten des Tennisschülers, der diese dann aber bald verläßt. Die Affäre dauert jedoch an... Die nunmehr Exverlobte wird vom Tennislehrer schwanger und fordert ihr Recht, da die Beziehung zwischen Tennislehrer und Tennischülerschwester mehr oder minder nur auf Vernunftsbasis (money, u know...) - fast ohne Leidenschaft weiterexistiert.
Tja kurzer Hand plant Tennislehrer, die Affäre umzubringen... Indem er die alte Nachbarin der Affäre mit einer Schrotflinte erschießt und deren Habseeligkeiten und Medikamente stiehlt... Er erschiesst die Affäre auf dem Hausflur ihres Hauses, so dass es so aussieht, als wäre sie im falschen Moment am falschen Ort gewesen.
... unterm Strich kommt er deswegen aus der Sache unbeschadet heraus, weil er den Schmuck in die Themse wirft, nur der Ehering der Ausgeraubten prallt an der Uferabsperrung ab und bleibt an Land zurück... dieser Ring wird offensichtlich von einem Junky gefunden, der nur wenige Tage später erschossen wird, als er am Tatort des ursprünglichen Verbrechens ebenfalls einen Raub durchführen wollte.
... und dann hört der Film auf.

Ja, hier und da waren ganz nette Szenen dabei... Allerdings hat mir die meiste Zeit mein Allerwertester wehgetan... und wenn das passiert, dann bedeutet das nichts gutes... und sagt eine Menge über den Film aus.

Außer die aufgestellten Brustwarzen von Scarlett Johansson in einer regendurchnäßten Bluse und der mir immer noch rätselhaften Zitaten aus
La Traviata hielt der Film nicht viel für mich bereit.

Mein Tip: Wenn Ihr Fans seid, dann reingehen... Wenn Ihr einfach nur neugierig seid, dann warten bis er auf Video rauskommt... Ansonsten... lass den Film sein, bis er ins Fernsehen kommt... oder macht es wie ich... spielt in Eurem eigenen Woody-Allen-Film die Haupt- oder Nebenrollen... Auch auf die Gefahr hin, demnächst von den aktuellen oder ehemaligen Lebensgefährten auf der Strasse spontan gekeult zu werden.

Dienstag, Februar 07, 2006

Walk the line - mal janz kurz

Der Herr Cash, ist ja erst letztens für immer von uns gegangen.
Nun läuft ein Film über sein Leben in den Lichtspieltheatern der Republik.

Joaquin Phoenix spielt den Cash, Reese Witherspoon spielt seine Kollegin, Lebensretterin und spätere Lebensgefährting June Carter.

Ich gebe es zu... Ich bin kein Cash-Fan... Ich bin eigentlich nur ins Odeon Berlin-Schöneberg in die Originalfassung gegangen, um eine geschätzte Kollegin mal etwas näher bei mir zu haben.

Der Film:
Es geht um Johnny Cash's Leben... His rise and fall and his re-rise... Das gestörte Verhältnis zu seinem Vater... Entfremdungen in der Ehe... Drogensucht.... die Liebe auf der Tour...

Was soll ich sagen... der Film hat gemäßigte Höhen und Tiefen... er ist selbstverständlich amerikanisch gehalten.

Geknutscht haben wir übrigens nicht... Dafür habe ich ein Pärchen neben mir beim gegenseitigen Fingerlutschen etwas ungläubig beobachten müssen... Die beiden etwas älteren Besucher waren ohnehin ein wenig verhaltensauffällig... die vielen Sitzpositionswechsel der beiden war merkwürdig... bis hin zum Versuch, den Kopf auf den Schoss des anderen zu legen... Naja, ähäm...

Man kann ihn sich ansehen... besonders am Blue-Monday im Odeon... da kostet es nur 5,50 Euro.

Freitag, Februar 03, 2006

Broken music

...Gordon Sumner konnte es nicht lassen und hat eine Biographie geschrieben... Und ich konnte es nicht lassen, diese zu lesen. Es ist eine Story vom Erwachsenwerden und vom Ausbrechen aus den gestörten familiären Verhältnissen, vom Wagen, Verlieren, Gewinnen. Man kann hierin nachlesen, wie Gordon Sumner (AKA: Sting) zur Musik gekommen ist, mit wem er auf seinem Weg besondere Erlebnisse hatte...
Auf dem Cover meiner Paperback-Ausgabe steht irgendetwas von eloquent...(hab das Buch gerade nicht griffbereit)... und... ja, es ist schön geschrieben... Auch wenn es schade ist, dass in kurzen Nebensätzen zum Anfang des Buches bereits Entwicklungen, die am Ende des Buches stehen bereits vorweggenommen werden... Das hat leider nichts mit foreshadowing zu tun, sondern kommt der Situation gleich, in der Dir jemand im Kino die Handlung des Films schon vorher erzählt...
Weiterhin schade ist, dass die lang und breit beschriebenen persönlichen Beziehungen und deren Wandlungen zum Schluß auf ungefähr ein/zwei Seiten zusammengefasst werden, statt in der Ausführlichkeit derer Einleitung zu Ende geschrieben zu werden.
So wird zum Beispiel nur kurz vermutet, warum The Police letztendlich wirklich zugrunde ging...

Dennoch kann ich das Buch weiterempfehlen...
Es ist eine nette Lektüre... Und bitte nicht vom Coverbild abschrecken lassen, das den Autobiographen als Kind im Portrait zeigt.

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